Menschenketten – Aktion

        

Wir bedanken uns ganz herzlich bei 50.000 Teilnehmer*Innen!

Weitere Bilder findet Du in der Galerie.

 

Am Sonntag dem 25. Juni 2017 findet die tri-nationale 90km lange Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht nach Aachen statt. Mit dieser Aktion fordern wir, die Initiator*innen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland, gemeinsam mit zehntausenden Menschen Hand in Hand die sofortige Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3.

Wie funktioniert die Menschenkette? Wie kann es überhaupt gelingen, dass sich Zehntausende gleichmäßig auf 90 km verteilen, Hand in Hand? Hier die elf wichtigsten Punkte für ein Gelingen der Kette:

1. Wo verläuft die Kette?
Grob gesagt: Von Tihange über Lüttich bis Maastricht an der Maas entlang, von Maastricht bis Vals/Aachen auf der N278, in Aachen bis zum Rathaus. Auf dieser Strecke versammeln sich bunt gemischt Menschen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland und reichen sich über Landesgrenzen und unterschiedlichen Sprachen hinweg die Hände.

Detailansicht Abschnitte Deutschland – Niederlande

Detailansicht Abschnitte Belgien

2. Wo ist dein Platz in der Kette?
Hier findest du die Streckenzuordnung. Dabei ist das entscheidende Prinzip “Dein Wohnort bestimmt deine Position in der Menschenkette“. Alle Personen sind nach ihrem Wohnort einem Kilometer-Abschnitt zugeordnet. Da nur ein sehr, sehr kleiner Teil der Strecke in Deutschland bzw. im Aachener Stadtgebiet verläuft, müssen wir unbedingt unsere Mitstreiter*innen aus Belgien und den Niederlanden unterstützen. Die Menschenkette wird nur dann ein Erfolg, wenn überall auf der Strecke Menschen stehen, daher bitten wir alle, den ihnen zugewiesenen Kilometerabschnitt aufzusuchen. Dies ist sehr wichtig, da sonst große Lücken bzw. völlig überfüllte Streckenabschnitte entstehen.
Das bedeutet für Menschen aus Aachen: Obwohl die Kette auch durch die eigene Stadt geht, müssen die meisten aus Aachen teilweise längere Wege auf sich nehmen, damit wirklich eine Kette entsteht. Begreife es einfach als schönen Sonntagsausflug.
Einzige Ausnahme: Menschen aus Aachen mit Gehbehinderung können sich am Aachener Marktplatz und der Jakobstraße in die Kette einreihen.

3. Wie kommst du zur Kette?
Wir bitten die An- und Abreise zur Menschenketten-Aktion selbstständig zu organisieren. Abhängig von der Distanz kannst du mit dem Fahrrad, in einer PKW-Fahrgemeinschaft oder mit einem selbstorganisierten Reisebus anreisen. Schließe dich am besten mit anderen Menschen aus deiner Stadt/Region zusammen.
Es gibt eine Mitfahrbörse, auch mit einigen geplanten Bussen.
Es werden sehr viele Menschen unterwegs sein. Wir bitten bei der Anreise mit PKW/Bus die eigentliche Menschenketten-Strecke weiträumig zu umfahren und doppelt so viel Zeit wie gewohnt einzuplanen (siehe Anfahrtsskizze). Der ÖPNV entlang der Strecke wird vermutlich völlig überlastet sein und sollte nur zur Not genutzt werden.

4. Wann solltest du vor Ort sein?
Allerspätestens um 14 Uhr solltest du auf „deinem“ Streckenabschnitt sein. Denn es braucht Zeit, die Kette aufzureihen. Von 14.45 Uhr bis 15 Uhr ist der „Kettenschluss“ geplant. Warte nicht auf ein „Kommando“, sondern schau einfach auf deine Uhr.

5. Wo kannst du parken?
Es gibt keine ausgewiesenen Parkplätze für die einzelnen Streckenabschnitte, sondern das Park-Konzept sieht jetzt so aus:
(A) Streckenabschnitte entlang der Maas von Tihange bis Maastricht:
genügend Parkraum in Seitenstraßen
(B) Streckenabschnitte zwischen Maastricht und Vals:
Parken auf dem Seitenstreifen der N278
Diese Parkplätze könnten knapp werden. Wer kann, kommt deshalb mit dem
Fahrrad. Wer mit dem Auto kommt, sollte auf dem Seitenstreifen (überall
wo das möglich ist), schräg einparken, damit mehr Autos Platz haben.

6. Was geschieht vor Ort?
Auf jedem Streckenabschnitt wird es freiwillige „Streckenposten“ geben, die an einem großen Schild mit der Nummer des Streckenabschnitts zu erkennen sind. Sie unterstützen beim Aufbau der Kette. Während des Aufreihens hilf mit, darauf zu achten, dass die Menschen halbwegs gleichmäßig über den jeweiligen Streckenabschnitt verteilt sind. Sind wir zu wenige, um uns überall die Hände zu reichen, helfen Kettenbänder und Banner. Dein Kettenband bekommst du beim Streckenposten gegen eine Spende. Es ist auch ein schönes Souvenir. Außerdem sind wir wirklich dringend auf die Spenden für die Finanzierung der Aktion angewiesen.
Die Menschenketten-Aktion soll vor allem Spaß machen. Vor und nach dem Kettenschluss könnt ihr ein Picknick organisieren, musizieren, Lieder singen oder (Ketten-)Spiele mit anderen Teilnehmenden initiieren. Gern könnt ihr auch kreativ werden und bspw. Transparente/Banner für die Strecken-Überbrückung mitbringen.
Nutze die Gelegenheit, dass es sich um eine tri-nationale Aktion handelt. Komm ins Gespräch mit Menschen aus Belgien und den Niederlanden, die mit Dir in der Kette stehen. Tauscht Euch aus über eure Motivation, gegen Tihange und Doel aktiv zu sein.

7. Was kannst du vor Ort zum Gelingen beitragen?
Für Sonntag werden viele helfende Hände gebraucht. Die Streckenposten kümmern sich zwar um vieles. Doch wenn du frühzeitig eintriffst, frage sie freundlich, ob sie Unterstützung brauchen können – aber dränge dich nicht auf.
Diese riesige Veranstaltung funktioniert insgesamt nur dann, wenn alle Beteiligten rücksichtsvoll und verantwortungsvoll mit dafür sorgen, dass alles glatt geht. Fast alles ist ehrenamtlich organisiert. Du kannst nicht erwarten, dass Dir ein perfekt organisiertes Event geboten wird. Gut wird die Kette nur dann, wenn wir sie alle zusammen gestalten – wie bei einem großen Familienausflug.

8. Was solltest du mitbringen?
Da du am besten schon frühzeitig anreist, solltest du unbedingt ausreichend Proviant für den Tag und die Aktion mitbringen (ausreichend Wasser). Hierzu bitten wir alle Teilnehmenden wettertaugliche Kleidung und ggf. Sonnenschutz dabei zu haben. Schön sind natürlich auch Schilder oder Banner oder Plakate mit deiner Forderung, gerne auch mehrsprachig.

9. Wie kannst du auch noch kurzfristig helfen, damit die Menschenkette ein Erfolg wird?
Begeistere weitere Menschen zur Teilnahme an der Menschenkette. Denke dabei an deine Freund*innen, an Bekannte, deine Familie, deine Kolleg*innen, Menschen aus deiner Nachbarschaft oder einem Verein in dem du tätig bist. Ganz wichtig: Natürlich kann jede/r auch ohne Anmeldung an der Kette teilnehmen. Die Anmeldungen erleichtern uns lediglich die Planung.
Du kannst auch andere zu unserer Facebook-Veranstaltung einladen.

10. Wer trägt die Kosten für die Organisation der Kette?
Auch wenn deine persönliche Teilnahme an der Menschenkette das allerwichtigste ist, brauchen wir nach wie vor noch viel Geld für die Finanzierung dieses großen Projekts. So wie die Kette selbst, wird auch die Finanzierung nur gelingen, wenn viele mitmachen. Wir freuen uns über kleine und große Spenden.

11. Wie geht es nach der Kette weiter?
Die Kette ist schon jetzt ein Erfolg, weil die Resonanz riesig ist (und jeden Tag weiter wächst). Der Tihange-Betreiber Engie-Electrabel reagiert bereits im Vorfeld nervös. Medien von überall werden berichten. Aber mit einer Menschenkette alleine werden wir keine Atomkraftwerke abschalten. Als Engagierte in der Zivilgesellschaft haben wir kein politisches Mandat, sondern wir haben nur die Möglichkeit durch einen großen, breiten und sichtbaren Protest unser Anliegen zum Ausdruck zu bringen. Unzählige gesellschaftliche Fortschritte sind durch Proteste erkämpft worden. Der 25. Juni wird ein Meilenstein in der Auseinandersetzung sein, wird der ganzen Euregio neue Energie und Schwung geben, weiter für die Abschaltung der gefährlichen Atomkraftwerke zu kämpfen. Und nach Sonntag geht es weiter: die Proteste, die wissenschaftliche und die juristische Arbeit. Jetzt lassen wir nicht mehr locker.

Wir freuen uns auf dich am Sonntag!

Dein Organisations-Team der Menschenkette von “Stop Tihange”